Puky Wutsch- lass mal schön machen

Als Tante einer süßen kleinen Nichte, war ich auf der Suche, nach einem passenden Geschenk für den 1. Geburtstag. Da meine beste Freundin ebenfalls eine Tochter mit 9 Wochen Vorsprung hat, habe ich von ihr den Tipp für das Puky Wutsch bekommen. Ihre Tocher liebt das Ding.

Nach kurzer Suche im Internet war schnell klar, dass es nicht die Original Farben werden, denn diese gefallen mir nicht. So kam die Idee, ein Puky Wutsch gebraucht bei Ebay Kleinanzeigen zu besorgen, und es selbst umzulackieren. 

 

Im ersten Schritt wurden die Aufkleber abgekratzt, und der ganze Flitzer zerlegt. Vor allem mit den Aufschlag Kappen an den Rädern hatten wir zu kämpfen. Wie bekommt man die Dinger nur runter? Dank Youtube dann eine recht brutale Lösung gefunden, wir wollten die Kappen aber nicht zerstören. Deshalb mit einem dünnen und flachen Schraubenzieher vorsichtig drunter hebeln, und langsam Stück für Stück abhebeln, auch mit einer Zange ziehen und rütteln hilft. Dauert etwas, aber man bekommt sie runter. Wir haben die Kappen dann im Schraubstock wieder zurück gebogen bekommen und konnten diese wieder verwenden. Eine Kappe haben auch wir zerstört, diese kann aber auf der Puky Homepage als Ersatzteil nachgekauft werden, oder auch auf anderen Seiten im Internet.

Als wir uns den Rohbau genauer angeschaut haben, hat sich gezeigt, dass die Schweißnaht des Rohbaus gebrochen war, und die Vorbesitzer es mit 2 Schrauben versucht hatten, zu reparieren. Mehr schlecht wie recht, eine sehr instabile Lösung, die mich überhaupt nicht überzeugen konnte. Hier kam uns (zum Glück habe ich einen sehr talentierten und begabten Schrauber an meiner Seite), die Idee, dies mit einer langen Schraube u. Mutter besser zu lösen, siehe Foto. Dadurch wird das ganze verspannt und hält bombenfest.

 

Alle lackierten Teile wurden gründlich mit Schmiergelpapier abgeschliffen.

 

Als erstes haben wir die Räder lackiert. Sauber wurden diese abgeklebt und anschließend mit Silikonentferner gereinigt, dann schwarz lackiert. Tja...man lernt aus seinen Fehlern, beim Entfernen des Klebebands, sind doch wieder einige gelbe Stellen zu sehen gewesen, und das sah gar nicht toll aus. Somit musste eine andere Lösung her. Die Reifen müssen runter - nur wie? Mit viel Kraft und etwas sanfter Gewalt. Bitte benutzt kein Werkzeug, um den Reifen runterzuhebeln, der Kunststoff verbiegt sich massiv, ihr zerkratzt ihn und im schlimmsten Fall zerbricht das ganze Rad. Wir haben es mit viel Muskelkraft und von Hand geschafft. Wenn man mit beiden Händen und dem Handballen den Reifen seitlich rausdrückt, geht es. Die alte Farbe wurde wieder abgeschmiergelt, erneut gereinigt und wieder lackiert. Dieses Mal sah es top aus, aber der Reifen musste ja erstmal wieder drauf, ohne dass der Lack dadurch beschädigt wurde. Wieder mit Handarbeit und ohne Werkzeuge, aber mit Montagepaste, damit es besser flutscht!

 

Achsen und die Aufschlagmuttern wieder montieren. Dafür eignet sich eine 10er Nuss hervorragend! 

 

Als nächstes wurden die Rahmenteile lackiert. Den Lenker haben wir in schwarz, den Rest in Türkis lackiert. Es gab 2 Lackschichten. Über Nacht trocknen lassen und wieder zusammen bauen. 

 

Der gekaufte Flitzer
Der gekaufte Flitzer
Zerlegt
Zerlegt
sauber abgeklebt- könnt ihr euch sparen
sauber abgeklebt- könnt ihr euch sparen
Die fiesen Kappen
Die fiesen Kappen
Erster Lackierversuch- nicht nachmachen 😂
Erster Lackierversuch- nicht nachmachen 😂
Das Ergebnis nach der 2. Runde fertig neu bereift
Das Ergebnis nach der 2. Runde fertig neu bereift
Unsere Spühdosen
Unsere Spühdosen
Zusammenbau Anleitung
Fertig
Fertig
vorher-nachher
vorher-nachher